„Wie, du kommst zeitweise nicht aus dem Bett und kannst deine Hände nicht benutzen?“
„Ja, ich habe Lupus, Migräne und noch ein paar andere Baustellen. Aber das ist in Ordnung. Ich bin schon krank geboren worden und komme gut damit klar.“
So oder so ähnlich fangen viele Gespräche an. Nicht, weil ich hausieren gehe, sondern weil ich meine Einschränkungen nicht verstecken kann und ehrlich gesagt auch nicht verstecken will. Somit antworte ich offen auf Rückfragen, ohne mich aufzudrängen.
Ich möchte zeigen, dass es okay ist, schwer krank und trotzdem glücklich zu sein.
Dass Schmerzen und Einschränkungen dem persönlichen Glück nicht im Wege stehen müssen.
Doch obwohl ich deutlich mache, dass ich meinen Weg gefunden habe, bekomme ich immer wieder dieselben Ratschläge:
„Trink genug Wasser.“
„Achte auf deine Nährstoffe.“
„Schon mal eine Ernährungsumstellung probiert?“
Ich bin fast 30 und frage mich:
Glaubt ihr wirklich, ich würde nicht alles versuchen, um mich besser zu fühlen?
Wenn Luft und Liebe heilen würden, wäre ich längst der gesündeste Mensch auf der Welt.
Vielleicht ist es fürsorglich gemeint doch in Wahrheit ist es grenzüberschreitend „hilfreiche“ Tipps einer unheilbar Kranken Person aufzudrängen.
Ich bin glücklich mit meinem Leben. Ich habe gelernt, es zu lieben, wie es ist.
Warum fällt es dir so schwer, das zu akzeptieren?
Nur weil DU mit MEINEM Leben unzufrieden bist, heißt das nicht, dass ich es bin.
Und das ist gut so.
